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Gemüse kochen will gelernt sein…

Gemüse kochen will gelernt sein…


Gemüse kochen ist nicht schwer, das ist klar. Man nehme irgendein Gemüse, zerschneide oder zerteile es und gebe es in kochendes Wasser, eventuell salzen, weich garen und fertig!

Genauso kochte früher meine Oma noch Gemüse, nein, halt, nicht genau so, sie hat es dann noch mit einer dicken Einbrenn cremig eingekocht. Schlussendlich schmeckte alles gleich, unterschied sich fast nur fürs Auge. Da meine Oma aber auch mit Liebe kochte, esse ich trotzdem schon seit meiner Kindheit gerne Unmengen an Gemüse.

Ungern erinnere ich mich da aber an Restaurant-Besuche, wo ich Gemüse-Platte mit Spiegelei bestellte, und auch nur fades Einerlei serviert bekam. Tja, als „armer“ Veganer oder gras-essende Veganerin gehört Gemüse nun mal zum Alltag, und das ist gut so!

Die Zubereitungsweisen von Gemüse haben sich enorm gewandelt: gebraten im Wok, geschmort in Gemüse-Brühe, gebacken in der Pfanne, knackig als Ofengemüse, in Backteig oder paniert, als Fülle, als Hauptspeise, sogar in Desserts essen wir Gemüse und es kann vorzüglich schmecken.

Ihr wisst ja, ich plädiere wo es möglich ist, Bio-Gemüse zu kaufen oder selbst zu ziehen und in der Küche zu verzaubern – denn das ist nach meiner Erfahrung schon die Hälfte vom guten Geschmack einer Speise.

Bei vielen Gemüsesorten sitzen die guten Geschmack-Stoffe wie auch Mineralien und Spurenelemente direkt unter der Schale. Drum finde ich es wichtig, so wenig wie möglich davon zu entfernen. Karotten, gelbe Rüben, Pastinaken, frische Rote Rüben und alles Wurzelgemüse braucht man nur abbürsten, das reicht völlig aus. Beim Broccoli zum Beispiel ist der dicke Strunk innen ganz fein und schmeckt ein bisschen nach Kohlrabi, also höchstens außen harte Stellen wegschnippeln und das Innere mit verwenden, genauso wie beim Kohlrabi selbst.

Frische Bio-Radieschen laden dazu ein, die grünen Blätter entweder im Smoothie oder in einem Salat zu verwenden, wär doch schade, so viel grüne Pflanzen-Power weg zu geben.

Ich treffe immer wieder Menschen, die das Grüne vom Lauch weg schneiden und nur den dicken weißen Anteil verwenden. Das finde ich doppelt traurig. Erstens ist gerade im Grünstengel, der ober der Erde wächst, das meiste Sonnenlicht gespeichert, zweitens tummeln sich grüne Farbtupfer im Essen, wenn alles mitgekocht wird. Buntes Gemüse ist auch ohne viel Zutun oder Beiwerk ein Augenschmaus (im Gegensatz zu fahl grauem oder braunem Fleisch zum Beispiel..).

Aber auch die Art und Weise, wie verschiedenes Gemüse geschnitten, gehobelt, geraspelt, püriert, in Scheiben, Streifen oder Stifte zerteilt wird, lässt unser Gemüse am Teller nicht nur unterschiedlich aussehen sondern auch schmecken.

Gerade mit Kindern kann man da ein lustiges Spielchen machen… man nehme einige Karotten, vom selben Lieferanten natürlich… und dann schneidet man sie in Ringe, raffelt sie, teilt sie in Stifte etc… tja, und dann geht’s ans Verkosten Tatsächlich schmecken sie unterschiedlich, die verschiedenen Formen von derselben Karotte, probier´s aus?

Muss ich extra erwähnen, dass die gesunden Inhaltsstoffe von Gemüse, vor allem die Vitamine, im rohen Zustand am meisten verfügbar sind? Reine Rohkost-Ernährung wäre meiner Meinung nach das Beste, ist aber nicht jedermanns/jederfraus Sache… :-)

Dafür aber jeden Tag mindestens ein- bis zweimal rohes Gemüse in Form von Salat oder in Knabbersticks geschnitten essen, das gibt Vitalität. Schon bei Kleinkindern wird die Gemüse-Liebe geweckt, wenn sie in Stücke geschnittenes Gemüse selbst nehmen und knabbern dürfen, fade Einheits-Gemüse fein püriert sind selten dazu angetan, Kinder zu Gemüse-Liebhabern zu erziehen.

Davon bin ich überzeugt,
deine Veggi Mäggi

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