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Verbrenn dir nicht den Mund!

Verbrenn dir nicht den Mund … !


Auch wenn es für diesen Satz eine weitere Bedeutung gibt, meine ich das im wortwörtlichen Sinne, und zwar beim Abschmecken und Kosten.

Bei vielen Gewürzen gehört Koch-Erfahrung dazu, wieviel davon ein Gericht perfekt macht oder vielleicht auch schon zu viel ist.

Die Angaben bei meinen Zubereitungen wie auch bei vielen anderen Rezepten sind dehnbar. Die Mengenangabe 1 TL ist ja auch nur ein Richtwert für die tatsächliche Menge, denn es gibt schließlich auch sehr unterschiedlich große Teelöffel.

In meinem Steinsalz-Fass in der Küche habe ich zum Beispiel einen ganz kleinen ursprünglichen Mokka-Löffel. Auf diese Einheit bin ich natürlich schon eingeübt und kann oft auch gefühlsmäßig erfassen, wie viel ich vom Salz in eine Speise geben muss.

Wer beim Würzen unsicher ist, sollte immer mit weniger beginnen und lieber öfter zwischendurch das Gericht kosten und dann bei Bedarf erst nachwürzen.

Tja, und damit man sich dabei den Mund nicht verbrennt, habe ich immer ein Mini-Schüsselchen neben dem Herd, in das ich 2-3 Esslöffel einer Suppe, einer Sauce oder von Reis oder Brei hinein gebe. 1-2 Minuten auskühlen lassen und dann erst kosten.

Meine Erfahrung sagt mir auch, dass man das Potpourri von Salz und Gewürzen in einer brennheißen Speise nicht richtig wahrnehmen kann, da die Papillen auf der Zunge sich sofort schützend zusammen ziehen.

Automatisch versucht man beim Kosten von kochenden Speisen sowieso den Löffel vorher anzublasen, aber es ist wirklich viel aussagekräftiger und besser, eine kleine Menge in dem Schüsselchen (oder in einer Tasse) überkühlen zu lassen.

Wenn man täglich für die Familie oder sich selbst kocht, dann hat man meist auch schon im Gefühl, welche Gewürz- und Salzmengen man nehmen kann.

Anders sieht es wieder aus, wenn für eine Feier oder Party eine größere Menge Gulasch oder Chili auf dem Herd steht. Und genau dafür ist die Verkostungs-Schüssel ideal.

Übrigens: wenn nachgesalzen wird, sollte die Speise entweder nochmal kurz aufkochen oder das Salz 1 Minute Gelegenheit haben, zu zergehen und nach einmal umrühren erst die volle Würzkraft zu entfalten.

Wer auf Vorrat kocht, hat sicher schon bemerkt, dass erkaltete und wieder aufgewärmte Gerichte meist viel würziger schmecken als ursprünglich – hier heißt es weniger ist mehr, denn nachsalzen kann man immer.

Und obwohl ich hier fast nur von Salz spreche, möchte ich raten, mutig viele verschiedene Gewürze und Kräutermischungen beim Kochen einzusetzen. Mein Gewürzschrank ist wirklich vielfältig und somit das „Waffenarsenal“ für die köstlichsten Kreationen.

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